1.1 Einleitung

Shavuot ist das Fest, welches uns als Pfingsten oder als das Wochenfest bekannt ist. Fünfzig Tage sind zu zählen von dem Tag der Erstlingsfrucht bis zum Wochenfest. Die Zahl 50 deutet in der Bibel auf Freiheit und Erlösung hin. Die Parallele zu dieser Zahl finden wir im Jubeljahr, welches alle 50 Jahre ausgerufen wurde. In dieser Hinsicht ist Shavuot ein kleineres Abbild des Jubeljahres. Es ist zu vermuten, dass die Torah Israel zu Shavuot gegeben wurde. Der Heilige Geist wurde ebenfalls an diesem Tag ausgegossen (Apg. 2).

1.2 Verständnis zum Wochenfest

Shavuot ist der 50. Tag nach dem Weben der Erstlingsgarbe (Erstlingsfrucht). Diese wird innerhalb der Pessachwoche vom Priester im Tempel gewoben (siehe den Artikel „Erstlingsfrüchte“). Alle biblischen Festtage deuten auf das vollkommene Werk des Messias Yeshua. Das Wochenfest deutet auf die Freiheit, in welcher wir wandeln dürfen, nachdem wir die Erlösung durch den Messias erhielten. Im Fokus stehen somit zwei Themen: das Pessachfest feiert Israels Erlösung und Shavuot feiert den Beginn Israels in der Freiheit zu wandeln. Die Pessachwoche verspricht Israel eine weitere, in Kürze eintretende Freiheit, und diese Freiheit ist das Erlangen der Erkenntnis, wie vor Gott zu wandeln ist. Nicht zu wissen, wie vor Gott zu wandeln ist, rührt daher, dass man seine Gebote und Richtlinien nicht kennt, diese nicht beachtet oder nicht möchte. Der Mensch ist erst vollkommen, wenn er in einer persönlichen Beziehung zu Gott steht. Alle anderen Wege des Glücks oder der vermeintlichen Erfüllung verfehlen das Ziel; und das biblische Bild hierfür ist Aussatz, Lahmheit, Stummheit, Blindheit, Taubheit und weitere Gebrechen.

In den vier Evangelien lesen wir wiederholt, dass dies genau die Krankheiten sind, welche Messias Yeshua heilte. Es ist demnach kein Zufall, dass die Evangelisten Wert drauf gelegt haben uns zu berichten, wie Yeshua gegen diese Krankheiten vorgegangen ist. Yeshua zu kennen (Er ist das Pessachlamm), bedeutet Freiheit zu haben (welche ihre Erfüllung zu Shavuot findet). Shavuot (שבועות) ist auf Hebräisch Mehrzahl für „Wochen“. Dieser vereinfachte Titel erinnert uns daran, dass wir von der Erstlingsgabe an sieben Sabbate und sieben Wochen zählen:

3. Mo. 23:15: Danach sollt ihr euch vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben Sabbate abzählen, bis zu dem Tag, der auf den siebten Sabbat folgt, nämlich 50 Tage sollt ihr zählen, und dann YHVH ein neues Speisopfer darbringen.

5. Mo. 16:9: Sieben Wochen sollst du dir abzählen. Von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen.  10 Dann sollst du das Fest der Wochen für YHVH, deinen Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst, so wie YHVH, dein Gott, dich segnen wird.

* In vielen Übersetzungen steht hier „sieben Wochen“. Der Urtext ist aber klar darin, dass es sich an dieser Stelle um sieben Sabbate handelt: וספרתם לכם ממחרת השׁבת מיום הביאכם את־עמר התנופה שׁבע שׁבתות תמימת תהיינה׃

So erklärt sich die Beschreibung „Wochenfest“. In unserem Sprachgebrauch kennen wir das Fest auch als „Pfingsten“, welches simpel Griechisch für „50“ ist. Während dieser Zählung befindet sich Israel – Gottes Volk – nun in einer Erwartung auf etwas Bestimmtes.

2.1 Die Zahl „50“

Noch vortrefflicher sehen wir die Zahl 50 später im Jubeljahr verdeutlicht. Das Grundthema im Jubeljahr ist Freiheit und Erlösung. Das Wochenfest bietet uns einen Vorschatten auf das Jubeljahr. Anhand ähnlich vorhandener Muster und Themenverwandtschaften werden wir dies später noch gut schlussfolgern können. Das Jubeljahr war eine Art „Neuanfang“ was Finanzen, Schulden, Versklavung, Pacht, Auseinandersetzungen usw. betraf. Ebenfalls sind wir in Yeshua Messias ein „neuer Mensch“. Durch die Vergebung der Sünden in seinem Blut wird uns das alte Leben der Sünde nicht mehr angerechnet:

2. Kor 5:17: Darum, ist jemand in Messias, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

Das uns bekannte Konzept der „Verjährung“ rührt aus diesem Gebot der Freilassung des Jubeljahrs heraus. Gläubigern und Schuldnern sind Zeitfenster gegeben, in welchen sämtliche Forderungen eingeholt werden können. Nach dieser Zeit gilt der Fall als verjährt und ausstehende Schulden werden getilgt, selbst wenn alle Ansprüche nicht vollkommen bedient wurden. Juristische Werkzeuge werden nach dieser bestimmten, vorgegebenen Zeit eingestellt und der Fall ist „vom Tisch“. Alle 50 Jahre setzte das Jubeljahr für einen jeglichen Israeliten den perfekten Ausgleich. Fünfzig deutet somit auf Erlösung und Befreiung. Wenn jemand in Israel verarmte und sich verkaufen musste um eine Schuld ab zu bezahlen, lag seine Hoffnung darin entweder im siebten Jahr freizukommen (ein Bild auf den Sabbat – der siebte Tag), oder aber erwählte aus bestimmten Gründen bei seinem Herrn zu bleiben, um dann aber vollständig im Jubeljahr ausziehen zu können. Dieses Recht wurde ihm gewährt.

3.Mo. 25:28: Vermag er ihn aber nicht zu entschädigen, so soll das, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum Jubeljahr; alsdann soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seiner Habe kommen

3. Mo. 25:40: als Taglöhner und Beisaße soll er bei dir gelten und dir bis zum Jubeljahr dienen.
41 Alsdann soll er frei von dir ausgehen, und seine Kinder mit ihm, und soll wieder zu seinem Geschlecht und zu seiner Väter Habe kommen.

Die Zahl 50 im Wochenfest weist ebenfalls auf Erlösung und Befreiung hin. Dazu erinnern wir uns nochmal, dass das Pessachlamm Israel die Befreiung aus Ägypten sicherte. Sofort kam das Volk in die Woche der ungesäuerten Brote und aus dieser Woche stammt die Zählung bis zu Shavuot. Führen wir es uns noch einmal vor Augen, was die Feste für uns im Kern bedeuten:

1. Pessach ist das Fest der Erlösung aus der Sklaverei. Ohne dass YHVH Israel erlöst hätte, wäre das Volk nicht freigekommen. Ägypten, als Ort der Knechtschaft, kennzeichnet das Reich des Bösen: des Satans. Hier musste das Volk harte Fronarbeit leisten. Nur das Blut des Lammes konnte das Volk aus dieser Sklaverei befreien. Gleichzeitig erfolgte das Gericht über Ägypten.

2. Das Fest der ungesäuerten Brote folgt nun sofort. Israel ist jetzt frei gemäß dem neuen, ungesäuerten Mensch vor Gott zu wandeln. Sauerteig ist ein Sinnbild für die Sünde und Israel lernt es jetzt nach der Befreiung, nichts Sündiges mehr anzurühren. In der Knechtschaft war dies nicht möglich gewesen. Der Wille war zu stark an Satan gebunden. Jetzt aber, befreit durch Yeshua, lernt Israel für Gott abgesondert zu sein. Sieben Tage lang wird Israel kein gesäuertes Brot essen. Dies ist alles in Vorbereitung für das, was noch kommt.

3. Innerhalb der Festwoche der ungesäuerten Brote, wird nun die Erstlingsgarbe im Tempel gewoben. Dies deutet auf die Auferstehung des Messias und dass sein Opfertod von Gott dem Vater, als Sühnung für unsere Sünden, angenommen wurde.  Wir haben also von Gott dem Vater persönlich, der höchsten Instanz des Universums, die Bestätigung, dass das Opfer und die Auferstehung seines Sohnes akzeptiert wurden und für uns gültig ist! Ab hier beginnt die Zählung der 50 Tage.

4. Der 50. Tag nach dieser Zählung ist Shavuot. Dieses Fest erfolgt immer im dritten Monat.

2.2 Die Torah am Berg Sinai

Das traditionelle Judentum glaubt, dass Israel genau zum Pfingsttag die Torah am Berg Sinai erhielt. Diese Schlussfolgerung kann aus dem Text zwar nicht explizit bewiesen werden, aber genau dies glauben wir auch! So könnte das Szenario möglicherweise rekonstruiert werden:

1. Israel verlässt Ägypten am 15. des Monats Aviv, der Pessachwoche. Hieraus ist es möglich, dass die Zählung der Garbe von ab dem 16. bis zum 21. des Monats Aviv erfolgt.

2. Wenn die Zählung der Garbe am 16. stattfand, wäre der Tag des Shavuots 50 Tage später gewesen: am 6. Tag des 3. Monats. Wenn die Garbe am 17. war, wäre Shavuot am siebten des dritten Monats, usw. Später als am zwölften des 3. Monats kann Shavuot aber nicht vorkommen, da die Zählung immer innerhalb der Pessachwoche beginnt.

3. Israel lagerte sich einen Monat nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste Sin: 2. Mo. 16:1: Danach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren.

4. Bis hierhin hatte sich das Volk seit dem Auszug an verschiedenen Orten bereits sechsmal gelagert (4.Mose 33:5-11). Die Wüste Sin ist die siebte Lagerung. Drei weitere Male wird sich Israel lagern, bevor es in die Wüste Sinai kommt. Dies macht es wahrscheinlich, dass Israel am Berg Sinai pünktlich zu Shavuot gewesen sein könnte, wenn wir davon ausgehen, dass dieses Zeitfenster von der siebten bis zur zehnten Lagerung ca. 27 Tage betrifft.

Wo wäre hier die Verbindung, und worin bestünde die Wichtigkeit einer solchen Tatsache? Zuerst fassen wir nochmal kurz die Frühjahrsfeste zusammen:

Pessach: das erste Fest im Jahr. Es feiert Israels Erlösung, durch das Blut des Lammes, aus der Knechtschaft (dienend der Sünde, dem Fleisch und dem Teufel). Zu Pessach wurde Israel als Nation geboren. Direkt am Abend des Pessach geschieht ein nahtloser Übergang zum „Fest der ungesäuerten Brote“. (Hier ist es wichtig, ein Verständnis des hebräischen Kalenders zu haben).

Fest der ungesäuerten Brote: dauert sieben Tage an und kennzeichnet den neuen, lauteren Menschen. Wegen Gottes Erlösung kann Israel fortan ohne Sauerteig (Sünde) wandeln. Die sieben Tage erinnern an die siebentägige Einweihung der Priester (siehe den Artikel „Fest der Ungesäuerten Brote“). Vor Gott sündlos zu wandeln ist nun Israels unmittelbare Bestimmung.

Erstlingsfrucht: innerhalb der Pessachwoche (der Woche der ungesäuerten Brote) wird es einen Tag geben, an dem die Erstlingsfrucht vor Gott gewebt wird. Dies ist immer der Tag nach dem Sabbat derselben Woche. Diese Erstlingsgarbe der Gerste deutet auf Yeshua, welcher sich nach Seiner Aufopferung und Wiederauferstehung dem Vater präsentierte (siehe den Artikel „Erstlingsfrüchte“).

Nun von diesem Tag der Erstlingsfrucht sollen 50 Tage bis zu Shavuot gezählt werden. Der 50. Tag ist dann das Wochenfest. Die Zählung beginnt nach dem Sabbat; d.h. der erste Tag der Woche (Sonntag). Die Schrift ist explizit darin, dass die Zählung sieben Sabbate und sieben Wochen umfasst. Es wäre z.B. möglich sieben Sabbate zu zählen, ohne sieben volle Wochen zu haben. Nach 49 Tagen ist also das Pfingstfest – dieses fällt auch wieder auf einen Sonntag. Somit ist das Wochenfest immer an einem ersten Wochentag: dem Sonntag. Das ist es, was wir wissen; aber das Datum ist an sich ist im Voraus nicht bekannt. Pfingsten ist das einzige Fest, wo ein Datum nicht ausdrücklich genannt wurde. Das Pessachfest ist am 14. Aviv, das Fest der ungesäuerten Brote vom 15. bis zum 21. Aviv und die Erstlingsfruchtbestimmung findet innerhalb der Pessachwoche statt. Das Datum zu Shavuot hängt von der Zählung der Garbe ab. Wäre also der Tag der Erstlingsfrucht fix datiert, hätte das Wochenfest auch ein fixes Datum. Wir wissen aber nie im Voraus, welches Datum der Sabbat und der Tag danach innerhalb der Pessachwoche haben wird.

Das Weben der Garbe kann somit z.B. auf den 16., 17. oder 18. fallen: denn die Zählung der Garbe kann erst nach dem 14. Aviv (Pessach) beginnen. Dies bleibt daher jedes Jahr flexibel, und somit kann kein genaues Datum für das Wochenfest bestimmt werden. Die Basis der Zählung ist natürlich der hebräische Kalender (Pessach ist um den Zeitraum März/ April herum). Der 50. Tag erfüllt sich demnach immer im 3. hebräischen Monat. Der dritte hebräische Monat heißt heute „ Sivan“. Das rabbinische Judentum hat momentan den 6. des Monats Sivan als ein beständiges, fixes Datum für das Wochenfest festgesetzt. Dies ist aber biblisch nicht nachvollziehbar und kann von uns, wegen der obigen Erklärung, nicht befolgt werden. Es ist jedoch offensichtlich, dass Shavuot im 3. Monat stattfindet. In der Bibel wurde zu der Vergabe der Thora am Berg Sinai kein Datum genannt, aber es geschah im dritten Monat:

2. Mo. 19:1: Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten kamen sie an eben diesem Tag in die Wüste Sinai.

Die Wüste Sinai ist, wie bereits beschrieben, nur eine der vielen Lagerstationen des Volkes Israel (4.Mo. 33:15). Somit wäre es zeitlich passend, dass Israel zum Pessach aus Ägypten auszog, einige Zeit in der Wüste war und dann zum 50. Tag die Torah empfing. Wie bereits erwähnt, ist es unsere Überzeugung, dass dies genauso stattfand! Wir erkennen dazu starke Indizien und möchten dies näher erläutern. Der Auftrag von YHVH an Mose, das Volk aus der Sklaverei herauszuholen, erfolgte: am Berg Sinai!

2. Mo. 3:1: Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinten in die Wüste und kam an den Berg Gottes Horeb.

Der Berg Horeb (bedeutet „wüst“) wird in der Bibel auch als Name für den Berg Sinai genutzt (5.Mo. 5:2, 29:1, Ps. 106:19, Mal. 4:4). Von hier aus begann also der ursprüngliche Auftrag an Mose, und zu genau diesem Berg sollte Mose später das Volk auch herbringen:

10 So geh nun hin, ich will dich zu dem Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten führest!
11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe, und dass ich die Kinder Israel aus Ägypten führe?
12 Er sprach: Ich will mit dir sein; und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott dienen.

Somit war der Auftrag von vornherein klar. YHVH lässt Israel an einigen Orten lagern, ehe sie zum Berg Sinai kommen, um sie vorzubereiten, sie zu prüfen und Israel für seine Torah empfänglich zu machen. Zwei Dinge sind hier zu beachten: in diesem Szenario trägt Mose zum einen das Bild des Erlösers. Er soll hingehen um Gottes bedrücktes Volk zu befreien. Das zweite Merkmal ist das Zeichen, welches bestätigt, dass er von Gott gesandt wurde: das Volk wird befreit und vorbereitet am Berg Sinai zu stehen! Wir möchten es gerne nochmal wiederholen, denn dieser Punkt ist wichtig: das Zeichen, dass das Volk befreit wurde, wird durch ihre Anwesenheit am Berg Sinai bestätigt und bekräftigt. Dort werden sie empfangsbereit sein, um Gottes Gebote zu erhalten. Als Mose dann zu Pharao geht um die Freilassung des Volkes einzufordern, sagte er Folgendes:

2. Mo. 5:1: Danach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: So spricht YHVH, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir in der Wüste ein Fest halte!

Die Aufforderung ist also hier, dass Israel in der Wüste ein Fest für YHVH halten soll. Das hebräische Wort für Fest ist hier „chag“ (חג), und dieses ist auch das Wort, welches genutzt wird für die Festtage (3.Mo. 23). Das einzige Fest im dritten Monat ist Shavuot, und Israel empfing die Thora am Berg Sinai im dritten Monat – an genau dem Ort, wo YHVH es voraussagte. Wir können sehr gut sehen, wie alles nahtlos zusammenpasst. Dies bestärkt weiter unsere Annahme, dass die Torah zu Shavuot, 50 Tage nach der Erstlingsgarbe, gegeben wurde.

3.1 Das Gesetz der Freiheit

In der Bibel werden Gottes Gebote mit Freiheit verglichen:

Jak. 1:25: Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

Es ist erstaunlich, dass heute genau das Gegenteilige in vielen Gemeinden gepredigt wird. Oft wird Gottes Gesetz (Torah) mit Knechtschaft beschrieben. Nach dieser Theologie ist es etwas Schlimmes und Lästiges, wenn man Gottes Gebote halten müsste. Jakobus aber beschreibt die Torah als das „Gesetz der Freiheit“. Da wir in diesem Artikel und sonst auch davon ausgehen, dass die Thora am 50. Tag gegeben wurde, passt die Verbindung zu Freiheit sehr trefflich. Wo wir jetzt ein bisschen über das technische gesprochen haben, betrachten wir nun den Inhalt und die Bedeutung des ganzen Ablaufes. Aus den oben beschriebenen Details konnten wir erkennen, was das Pessachfest bedeutet. Israel war machtlos sich in irgendeiner Form zu befreien – weil es unter Pharaos Sklaverei war. YHVH musste eingreifen, um die Erlösung zu bewirken. Hierin ist aber nur eine von weiteren Stufen des Erlösungsplans zu verstehen. Es folgt darauf, dass Israel fortan sündlos wandeln soll, weil es dazu durch die Befreiung des Blutes des Lammes befähigt wurde (Pessach).

Die Sklaverei deutet auf die Bindung zur Sünde, in welcher die Gesinnung nicht frei ist, um dem wahren Gott, dem Gott Israels, in Einfältigkeit dienen zu können. Der Weg um Gott zu dienen, ist Seine Ordnungen zu kennen und in diesen zu leben. Dies ist wiederum nur möglich, wenn der Wille von der Knechtschaft der Sünde befreit und somit fähig ist, Gottes Satzungen untergeordnet zu werden. Durch die Gebote – die Torah, gegeben am Berg Sinai – lernt Israel in der Freiheit zu wandeln. Das Gesetz ist also für ein erlöstes Volk, denn ein versklavtes Volk kann sich nach Gottes Torah nicht ausrichten.

4.1 Messias Yeshua ist Freiheit

Das 1. Testament prophezeite das Kommen des Erlösers in mehreren Facetten und Details. Zum Beispiel war bekannt gegeben, wo Er geboren werden wird (Mich. 5:5), dass Er die Sünden seines Volkes tragen wird (Jes. 53:4), dass Er durch Verrat verkauft werden wird (Sach. 11:12) usw. Auch wurde verkündet, dass Er Seinem Volk die Freiheit schenken wird.

Jes. 61:1: Der Geist Gottes, des YHVH, ist auf mir, weil YHVH mich gesalbt hat, um den Elenden gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, zerbrochene Herzen zu verbinden, den Gefangenen Befreiung zu predigen, den Gebundenen Öffnung der Kerkertüren.

Wenn Yeshua Befreiung predigt, dann predigt Er die Gebote und Wege Seines Vaters, des allmächtigen Gottes. Dies ist von jeher das biblische Verständnis von Freiheit für Gottes Volk.

Joh. 15:10: Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.

Wenn aber Israel Gott und seine Wege nicht kennt – oder von diesen abgewichen ist – dann beschreibt die Heilige Schrift diesen Zustand mit diversen Krankheiten.

Jes. 1:2: Hört, ihr Himmel, und horche auf, o Erde; denn YHVH hat gesprochen: Ich habe Kinder großgezogen und emporgebracht, sie aber sind von mir abgefallen.
3 Ein Ochse kennt seinen Besitzer, und ein Esel die Krippe seines Herrn, aber Israel hat keine Erkenntnis; mein Volk hat keine Einsicht.
Hier sehen wir die Wehklage des Schöpfers durch den Propheten. Israel hat keine Erkenntnis, weil es aufgehört hat Gottes Wege zu gehen. Daraus resultierte Israels schlimmer Zustand.
4 Wehe der sündigen Nation, dem schuldbeladenen Volk! Same der Übeltäter, verderbte Kinder! Sie haben YHVH verlassen, haben den Heiligen Israels gelästert, haben sich abgewandt.
5 Wohin soll man euch noch schlagen, da ihr doch den Abfall nur noch weiter treibt? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist kraftlos.
6 Von der Fußsohle bis zum Scheitel ist nichts Unversehrtes an ihm, sondern klaffende Wunden und Striemen und frische Verletzungen, die nicht ausgedrückt, noch verbunden, noch mit Öl gelindert sind

Israels Gefangenschaft spiegelt demnach Ihre Beziehung zu Gott wieder. Wo Gottes Volk die Wegweisungen des Schöpfers verlässt (Götzendienst), nennt Gott sie auch taub und blind:

Jes. 42:17: Es sollen zurückweichen und tief beschämt werden, die auf Götzen vertrauen und zu gegossenen Bildern sagen: Ihr seid unsere Götter!
 18 Hört, ihr Tauben, und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen!
 19 Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, oder so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vertraute und so blind wie der Knecht YHVH?

Das Zeichen des Messias, gleich wie bei Mose, wird sein, dass Er sein Volk befreit aus dem Ungehorsam (Knechtschaft zur Sünde) und ihnen Befreiung schenkt.

Jes. 35:5: Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden; 6 dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen lobsingen; denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme in der Einöde.

Die Krankheiten deuten auf die tiefere Wurzel der Sünde und die Verstrickung in falschen Wegen. Exemplarisch heilt Yeshua diese Krankheiten im Neuen Testament.

Matt. 11:2: Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken des Messias hörte, sandte er zwei seiner Jünger
3 und ließ ihm sagen: Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?
4 Und Yeshua antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht:
5 Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt.

Als Johannes der Täufer seinen Glauben an Messias zu stärken suchte, wandte er sich mit der obigen Frage an den Messias. Die Antwort vom Herrn Yeshua, welche auf den ersten Blick wie eine Zurechtweisung wirkt, kann in Wahrheit auch als eine Bestätigung an Seinen treuen Diener Johannes verstanden werden. Johannes Frage hätte auch so gedeutet werden können: „Wo ist nun das Feuer, das Zorngericht, das Fegen der Tenne, das Trennen der Spreu von dem Weizen?“ – welches er doch über den Messias in seinem vorherigen Dienst so stark verkündet hat. Yeshua erinnert ihn aber daran, dass das Heilen der Blinden, Lahmen Aussätzigen und Kranken ebenfalls einen sicheren Hinweis darauf gibt, dass Er die Prophetien der Bibel erfüllt: Er, Yeshua, ist in Wahrheit der Messias!

4.2 Yeshua ist das Wort Gottes

Aus diesem Verständnis heraus können wir nun schnell erkennen, weswegen es ein Widerspruch wäre Yeshua als Messias zu bekennen, ohne dass man dabei seine Gebote befolgt:

1. Joh. 2:3: Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten.
4 Wer sagt: "Ich habe ihn erkannt", und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;
5 wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.
7 Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang an gehört habt.

Hier schreibt der Apostel Johannes, dass Yeshua zu kennen, auch bedeutet seine Gebote zu halten. Es ist schwierig die genaue Position des heutigen Christentums hierzu einzustufen. Zum einen glauben viele, dass Gottes Gebote durch den neuen Bund in Yeshua Messias (Jesus Christus) aufgehoben sind. Dieses Verständnis ist oft sehr vage. Es geht manchmal soweit, dass einige ein fortwährendes Leben in der Sünde nicht in Konflikt sehen mit dem Glauben, da Jesus diese Schwachheit „versteht“ und einem trotzdem das ewige Leben schenken wird. Eine solch extreme und verheerende Lehre ist glücklicherweise jedoch nicht immer die einzige Sichtweise der heutigen Kirche zur Torah.

Eine andere Fraktion versteht das Halten der Gebote aber eventuell als „zu legalistisch“. Dinge wie einen Bart zu tragen, gewisse Kleiderordnungen, Speisegebote, Waschungen, sowie das Halten des Sabbats und der heiligen Festtage sind wahrscheinlich Beispiele, welche für einige dieses Gedankengut bestätigen. Diese sind zwar Bestandteile der Torah, aber nicht das Herz der Torah. Die Erfüllung der Torah ist Liebe. Die Dinge, welche Yeshua in uns vollbringen möchte, sind die Früchte des Geistes: Güte, Glaube, Geduld, Freundlichkeit, Friede, usw. (Gal. 5:22). Diese Dinge übertrumpfen nicht die anderen Gebote, sondern bilden die Essenz, weswegen die Gebote gegeben worden sind.

Wiederum verstehen einige das Halten der Gebote, indem Sie nur die äußerlichen Dinge tun und lassen sich evtl. einen Bart wachsen, Frauen bedecken ihr Haupt und tragen Röcke, man hält den Sabbat und die Festtage usw. – aber es fehlt die Kraft um mit Feindseligkeiten, Streit, Habsucht, Gier, Geiz, Verleumdung und dergleichen ein Ende zu machen. Hiergegen warnt die Heilige Schrift – denn dies ist das Halten der Torah nach dem „toten Buchstaben des Gesetzes“.

5.1 Die Torah auf Stein

Als die Torah am Berg Sinai gegeben wurde, war Mose anschließend 40 Tage lang mit Gott auf dem Berg. Als er mit den steinernen Tafeln herunter kam, befand Israel sich schon im Götzendienst und war von dem kürzlich zuvor geschlossenen Ehebund mit dem Schöpfer abgefallen (Jer. 31:32). Von dem Ereignis lesen wir im 2. Mose 32. Es folgte eine Aussonderung und ein Strafgericht, wobei an einem Tag 3000 Menschen starben:

2.Mo. 32:25: Als nun Mose sah, dass das Volk zügellos geworden war - denn Aaron hatte ihm die Zügel schießen lassen, seinen Widersachern zum Spott -,
26 da stellte sich Mose im Tor des Lagers auf und sprach: Her zu mir, wer YHVH angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levis.
27 Und er sprach zu ihnen: So spricht YHVH, der Gott Israels: Jeder gürte sein Schwert an seine Hüfte, und geht hin und her, von einem Tor zum anderen im Lager, und jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund und seinen Nächsten!
28 Und die Söhne Levis machten es, wie ihnen Mose gesagt hatte, und an jenem Tag fielen vom Volk an die 3 000 Männer.

In dem Zusammenhang, als Gott dem Volk die Torah gab, mussten Menschen sterben. Was ist hierbei das Bild? Sinnbildlich scheint es so zu sein, dass die Gebote Gottes dem Volk den Tod brachten! Die Schrift spricht davon, dass der Mensch leben wird, wenn er Gottes Gebote hält (5.Mo. 8:3, Hes. 20:11,21). Dies möchten wir daher etwas genauer erkunden. Der Apostel Paulus spricht über diesen Zustand im Römerbrief:

Römer 7:7: Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!
 8 Da nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde; denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.
 9 Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf, und ich starb;

Hier wäre die Aufschlüsselung: die Torah ist an sich gut. Sie beinhaltet Wegweisungen, Richtlinien und Lehren, die von Gott sind. YHVH möchte für jeden Menschen das Beste und bietet es jedem Menschen an, sich für das Leben zu entscheiden. Das ewige Leben besteht für einen jeglichen der einen wohlgefälligen Wandel vor Gott ausübt. Vor Gott zu wandeln ist die Freiheit des Menschen und der Weg, um einen solchen Wandel zu vollbringen, steht in der Thora! Dabei ist das Wort auch ein zweischneidiges Schwert (Heb. 4:12). Dies ist Gottes Intention – aber wie wird der Mensch auf dieses Angebot reagieren?  Dies ist die Frage, um die es geht!

 10 und eben dieses Gebot, das zum Leben gegeben war, erwies sich für mich als todbringend.

Und so erklärt Paulus, dass der Mensch in seinem gefallenen Zustand gar nicht im Stande ist anhand der Torah zu leben. Die „todbringende Wirkung“ des Gesetzes verstehen wir aus diesem Grunde zweierlei. Wenn zum einen der Mensch mit Gottes heiligem Gesetz in Begegnung kommt, spricht das Gesetz ohne Ausnahme den Tod für jeden Menschen aus, da alle gesündigt haben. Dies ist als der „Fluch des Gesetzes“ zu verstehen. Der Fluch ist die Todesstrafe, die über dem Sünder verhängt ist, welcher dasselbige Gesetz übertreten hat. Dies wäre also die erste Antwort an einen jeglichen Sünder bei einem Zusammentreffen mit dem heiligen Gott. In diesem Zustand besteht für den Menschen, den Gott ja erlösen möchte, keine Hoffnung. Da Gottes Gerechtigkeit jedoch nicht einfach „ausgeklammert“ werden kann, muss ein Mittler her, welcher für das Volk einsteht. Dieser Mittler ist selbstverständlich Yeshua der Messias (1. Tim 2:5). In dem Szenario des goldenen Kalbes stellt Mose sinnbildlich diesen Mittler dar: er bietet sein eigenes Leben für das Volk dar!

31 Als nun Mose wieder zu YHVH kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, dass sie sich goldene Götter gemacht haben!
32 Und nun vergib ihnen doch ihre Sünde; wo nicht, so tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast!

Aus diesem Ereignis sehen wir alle prophetischen Vorschatten klar ausgemalt. Ohne das mittelnde Werk des Herrn Yeshua ist es niemandem möglich zum Vater zu kommen. Nun steht aber immer noch der Zustand aus, dass Gottes Gebote heilig sind und nicht übertreten werden dürfen.

 11 Denn die Sünde nahm einen Anlass durch das Gebot und verführte mich und tötete mich durch dasselbe.
 12 So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.

Über diesen Dissens schreibt Paulus an die Römer, denn ihm widerfährt das Gleiche, wie es einen jeglichen trifft, der seine Schuld vor Gott erkennt. Wie kann man nur vor einem solch heiligen Gesetz gerecht werden, wo man doch voller Sünde, Begierden, Schlechtigkeit und desgleichen ist? Auch er kommt in dieser Passage auf den Mittler zu sprechen:

Römer 7:19: Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, übe ich aus.
20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
21 Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
22 Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inwendigen Menschen;
23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meiner Vernunft widerstreitet und mich gefangen nimmt in dem Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?
25 Ich danke Gott durch Yeshua Messias, unsren Herrn! So diene nun ich selbst mit der Vernunft dem Gesetz Gottes, mit dem Fleische aber dem Gesetz der Sünde.

Paulus erkennt, wie wir es alle in Yeshua Messias (Jesus der Christus) tun, wie unvollkommen und unwürdig wir Menschen sind um uns dem lebendigen Gott zu nähern. Aus uns heraus können wir Gott nicht gefallen, und nur Er kann uns von diesem Leib der Sünde erlösen, uns vergeben und uns dabei gleichzeitig eine neue Gesinnung schenken. Mit dieser neuen Gesinnung können wir nun in Seinen Wegen wandeln. Der Tod, welcher uns trifft, geht an uns vorbei, da wir Yeshua/Jesus als Herrn und Erlöser bekennen, denn Messias trug den Fluch des Gesetzes – also die Todesstrafe – für uns. Am Berg Sinai werden die ersten steinernen Tafeln mit den Geboten am Fuß des Berges zerschmettert.

Diese steinernen Tafeln bieten hier ein gutes Sinnbild für das Herz aus Stein, welches tot und kalt und nicht in der Lage ist, Gottes Gebote zu halten. Dieses steinerne Herz muss hinweg getan werden, denn es ist zwecklos auf ein solches Herz Gottes Gebote schreiben zu wollen. Es muss demnach erneuert werden. Nachdem Mose für das Volk bittet, schreibt Gott die Gebote ein zweites Mal auf: diesmal auf einen neuen Satz steinerne Tafeln. Dies beschreibt die Erneuerung des Herzens und jetzt stellt der Stein die Beständigkeit und Permanenz des Bundes dar, und nicht weiter das verhärtete Herz. Sozusagen ist der Neue Bund jetzt fest „in Stein gemeißelt“. Dieser „erneuerte Bund“ ist auch der bessere und einzige Bund, welcher Leben verspricht: denn es verspricht dem Menschen ein ewiges Wandeln in den Geboten Gottes. Und wenn dies erreicht ist, wird der Mensch tatsächlich ewiglich leben (Joh. 3:16). Yeshua kam, um diesen erneuerten Bund mit Seiner Gemeinde/ Braut aufzurichten. Dies ist, was der „Neue Bund“ bedeutet und welcher prophezeit wurde:

Jer. 31:31: Siehe, es kommen Tage, spricht YHVH, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde;
 32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tage, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Lande Ägypten auszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, und ich hatte sie mir doch angetraut, spricht YHVH.
 33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen will, spricht YHVH: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;
 34 und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne YHVH!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht YHVH; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken!

Hesekiel 11:19: Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben und einen neuen Geist in eure Brust legen und will das steinerne Herz aus ihrem Leibe nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben,
 20 damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Rechte beobachten und sie tun; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.

Dieser Zustand wird den Menschen durch eine Veränderung durch Gott ermöglicht, welcher anschließend eine Beziehung zwischen Gott und Mensch wieder ermöglicht. Wir waren aber noch dabei zu erklären,  wie das Gesetz eine Tod bringende Wirkung haben kann. Ein anderer Weg wäre der, dem Fluch des Gesetzes entkommen (Todesstrafe) zu wollen, indem versucht wird das Gesetz,.  getrennt von dem Bund, (Befreiung durch Yeshua und Hingabe an Ihn) zu halten.

2.Kor.3:5: denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so dass wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott,
6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Praktisch sähe der tote Buchstabe des Gesetzes folgendermaßen aus. In Gottes Geboten steht, nicht Morden zu dürfen (2.Mose 20: 11). Nun kann ein Leben gelebt werden, in welchem tatsächlich ein Mensch nie einen anderen getötet hat. Mord kommt aber aus Hass, und wenn der Hass präsent ist, wurde der Mord im Grunde schon begangen:

1. Joh. 2:9: Wer da sagt, dass er im Lichte sei, und doch seinen Bruder hasst, der ist noch immer in der Finsternis.
10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist an ihm;
11 wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen geblendet hat.

Der Buchstabe des Gesetzes befasst sich nur mit dem Äußeren, während der Bund Gottes im Grunde genommen das Innere anspricht. Die äußerliche Verwandlung mag der Mensch gegebenenfalls noch selbst vollbringen können, aber das Inwendige vollzieht nur Yeshua in uns.  Damit die Torah nun in uns wirken kann, damit wir in der Freiheit leben können, muss Gottes Geist in uns leben. Dieser wird uns gegeben, wenn wir um ihn bitten und wenn Yeshua wahrhaftig unser Herr und Erlöser ist (Luk. 11:13).

5.2 Der Heilige Geist und Freiheit im Herrn

Viele scheinen es heute nicht zu verstehen, dass der Glaube und die Lehren der Apostel an die Weisungen und Gebote des 1. Testaments ausgerichtet waren. Vor Seinem Opfertod erklärte Yeshua den Jüngern, dass der Geist zu ihnen nach seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt kommen würde:

Joh. 16:13: Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

Dass der Geist zu uns kommt ist ja notwendig, denn ohne ihn können wir in den Geboten nicht wandeln. Der in uns lebende Geist Gottes bezeugt, dass wir wahrhaftig Erlösung in Yeshua erfahren haben.

Röm. 8:9: Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt; wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.

Dies haben wir bereits erklärt. Die Torah ist noch in vollem Umfang gültig (Röm. 3:31), kann aber auf ein steinernes Herz nicht geschrieben werden. Wenn jemand demnach den Geist nicht hat, ist klar zu erkennen, dass die Person auch Yeshua abgelehnt hat: denn der Geist wohnt nur in denen, die Yeshua als Herrn bekennen. Wiederum gibt es jene, welche Yeshua bekennen, aber Seinen Geist nicht haben. In solchen Fällen sind vielleicht äußerliche, religiöse Merkmale präsent, aber beim näheren Hinschauen fehlen oft die Früchte des Geistes. Der Apostel Paulus schreibt, dass ein solches Herz befreit wird, wenn es sich zum Messias bekehrt.

Einfältig und in Vorbereitung waren die Gläubigen nun beisammen, um auf den Heiligen Geist zu warten ganz so wie der Herr es geboten hatte.

Apg. 1:4: Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, welche ihr, so sprach er, von mir vernommen habt,
5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geiste getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen.
6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, gibst du in dieser Zeit Israel die Königsherrschaft wieder?
7 Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;
8 sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!

Yeshua versprach die Ausgießung des Heiligen Geistes, was zu Shavuot geschah!

Apg. 2:1: Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.
2 Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, worin sie saßen.
3 Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen.
4 Und sie wurden alle vom heiligen Geist erfüllt und fingen an in andern Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.
5 Es wohnten aber zu Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, aus allen Völkern unter dem Himmel.
6 Da aber dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
7 Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?
8 Wie hören wir sie denn, ein jeder in seiner Sprache, darin wir geboren sind?
9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadocien, in Pontus und Asien;
10 in Phrygien und Pamphylien, in Ägypten und in den Gegenden Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer,
11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unsern Zungen die großen Taten Gottes verkünden!

Wie passend also, dass der Geist der Freiheit genau an Shavuot gegeben wurde! Die Vielsprachigkeit der anwesenden Israeliten deutet darauf hin, dass sie aus „aller Welt“ kamen. Prophetisch ist dies ein Ausblick auf die Wiedersammlung des Volkes aus allen Enden der Erde. Dort hat das Volk eine Weile in der Zerstreuung zugebracht, weil sie von YHVH wegen Ungehorsam vertrieben wurden. Jetzt  aber zum Wochenfest, wiederum prophetisch auf das Jubeljahr deutend, wo alle Schuld getilgt wird und jeder zu seinem Erbteil zurück darf, ist das Volk Gottes wieder zuhause. Nach der Predigt von Apostel Petrus lesen wir, dass an dem Tag viele zum Glauben an Yeshua kamen.

Apg. 2:37: Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Yeshua Messias zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.
39 Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird.
40 Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!
41 Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan.

Hier ist die Zahl 3000 kein wirklicher Zufall: wir erinnern uns, dass dies die genaue Anzahl der Männer ist, die getötet wurden, als Mose mit den steinernen Geboten vom Berg herunterkam. Das Bild ist perfekt: die geschriebene Torah kann an sich kein Leben bringen, sondern den Tod. Die Torah deckt lediglich die Sünde auf und gibt zu erkennen, dass der Mensch schuldig ist vor Gott. Durch Vergebung und Reinwaschung im Blut des Lammes schenkt Gott seinen Heiligen Geist, und dies versichert das Leben! Als der „Buchstabe des Gesetzes“ herabkam, brachte es den Tod (3000). Als jedoch der Leben bringende Geist Gottes ausgegossen wurde, kamen 3000 zum Glauben und zum ewigen Leben.

Auch diese Ereignisse sehen wir als einen Ausblick auf die vollkommene Wiederherstellung aller Dinge, welches erst am Ende der Zeit – in aller Wahrscheinlichkeit zu einem Jubeljahr – passieren wird. Wenn wir genau nachlesen, was der Neue Bund beinhaltet, sehen wir sofort, dass noch nicht alle Aspekte erfüllt worden sind:

Jer.31:34: und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne den YHVH!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht YHVH; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken!

Noch lehren wir oder nehmen Lehren von Männern an: alle bisherigen Ereignisse der Bibel, deuten auf einen großen zukünftigen Tag. Dies bedeutet aber dass wir in dem Neuen Bund jetzt bereits schon wandeln – das Vollkommene ist aber noch in Sicht.

6.1 Die Zwei Brote

Sauerteig ist in der Bibel ein Sinnbild für die Sünde. Zum Wochenfest wird ausdrücklich geboten, zwei Brote mit Sauerteig darzubringen! Was können wir hieraus verstehen?

3.Mo. 23:16: der auf den siebenten Sabbat folgt, nämlich fünfzig Tage sollt ihr zählen, und alsdann YHVH ein neues Speisopfer darbringen.
17 Ihr sollt nämlich aus euren Wohnsitzen zwei Webebrote bringen, von zwei Zehntel Semmelmehl zubereitet; die sollen gesäuert und YHVH zu Erstlingen gebacken werden.

Die Entstehungsgeschichte Israels begann mit dem Urvater: Abraham. Dem Abraham wurde ein Sohn von Gott versprochen und dieser Sohn der Verheißung war Isaak. Der göttliche Segen ging an Isaaks jüngeren Sohn Jakob weiter und aus diesem kamen zwölf weitere Söhne. Deren Nachkommen bilden die zwölf Stämme der Nation Israel. Die Nation teilte sich nach den Tagen des König Davids in zwei Reiche: das Nord- und das Südreich. Durch eine lange Historie von Anfechtungen, Abfall von Gott, Buße und Erweckung für eine kurze Zeit, gefolgt von erneuertem Ungehorsam und Götzendienst, strafte Gott das Nordreich mit der Zerstreuung, verbannte sie und siedelte sie aus dem Land aus. Mehr als 100 Jahre später fiel das Südreich unter die gleiche Strafe und wurde ebenfalls verbannt. Ein Überrest aus dem Südreich kam 70 Jahre später zurück. Bis zum heutigen Tag wurde die geteilte Nation nicht wiedervereint (siehe die Videoserie „Wer ist Gottes Volk?“ für einen ausführlichen Bericht hierüber).

Wenn es in der Bibel um das Thema „Erlösung“ geht, kümmert sich die Prophetie vorrangig um Israels Erlösung: ja, gemeint ist das Volk und die Blutlinie, welches aus Abraham, Isaak und Jakob stammt! Aus Israels Errettung strömt dann auch Erlösung an die Heidenvölker – d. h. nicht gebürtige Israeliten. Da Shavuot (in Gottes Freiheit wandeln) und das Jubeljahr (zurück zum Erbbesitz, Freilassung und Schuldvergebung) Themenverwandtschaften aufweisen, wird zum Wochenfest mit den zwei Broten etwas adressiert, was im Jubeljahr erfüllt werden wird: die Wiederherstellung der Nation und des Volkes Israel. Die zwei Brote stellen die zwei getrennten Reiche dar, die bisher nicht wieder eins geworden sind, dieses durch Gottes Erlösung zukünftig aber noch erfahren werden.

18 Zu dem Brot aber sollt ihr sieben einjährige, tadellose Lämmer darbringen und einen jungen Farren und zwei Widder; das soll des YHVH Brandopfer sein; dazu ihr Speisopfer und ihr Trankopfer; ein Feueropfer, dem YHVH zum lieblichen Geruch.
19 Ihr sollt auch einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei einjährige Lämmer zum Dankopfer zurichten;
20 und der Priester soll sie samt den Erstlingsbroten weben, nebst den beiden Lämmern, als Webopfer vor YHVH. Die sollen dem YHVH heilig sein und dem Priester gehören.

Unser Hohepriester ist Yeshua: alle Dienste im Priestertum waren ein Vorschatten auf Seinen Dienst. Dass die zwei Brote dem Priester gehören sollen, ist markant, da die Prophetien darüber sprechen, dass das Nordreich und das Südreich eines Tages wieder Eins werden (Hes. 37:15-22), durch die Erlösung, in Gottes Hand. „Erlösung“ bedeutet auf Hebräisch: Yeshua!

Hes. 37:19: so gib ihnen zur Antwort: So spricht Gott, YHVH: Seht, ich will den Holzstab Josephs nehmen, welcher in der Hand Ephraims und der Stämme Israels, seiner Mitverbundenen, ist, und will ihn zu dem Holzstab Judas tun und sie zu einem einzigen Holzstab machen, und sie sollen ein Ganzes in meiner Hand werden!

So sichert Yeshuas Bezahlung die Wiederherstellung der Nation: sowie die Brote und die Opfer nach der Sühnung dem Priester gehören, so gehört Israel auch Yeshua und ist Sein Preis! Wie die Heiden an Israels Erlösung teilhaftig werden, erklärte Apostel Paulus im Römerbrief (Röm. 9-11).

7.1 Die Feier

Der Tag des Shavuot wird jedes Jahr von Yeshuas Braut, die gläubige Gemeinde, am Tag nach dem siebten Wochensabbat von der Erstlingsgarbe her gefeiert. Der Tag ist ein Ruhetag an dem keine Arbeit gemacht wird, sowie am Wochensabbat. Am schönsten wäre es den Tag in einer Versammlung halten zu können. Wenn dies nicht möglich ist, kann der Tag auch alleine mit Yeshua gehalten werden. In einer Versammlung kann eine geeignete Zeit zum Treffen verabredet werden. Wenn Lobpreis mit Musikinstrumenten möglich ist, kann dies die Versammlung eröffnen. Ansonsten  sind freudige Stimmen, Klatschen, Singen und Tanzen ebenfalls sehr erfüllend! Es ist ein Fest der Freude, indem wir uns über die große Erlösung, welche YHVH für uns in Yeshua errungen hat freuen.

Textstellen aus der Bibel zu dem Thema Erlösung, Freilassung und Schuldvergebung sind gute Grundlagen für das gemeinsame Studium an dem Tag. Im Gebet können wir den allmächtigen um Weisheit bitten, uns die geeigneten Passagen aufzuzeigen. Für gemeinsames Essen und Erfrischung kann an diesem Tag gesorgt werden, da an den Festtagen Essen zubereitet werden kann. Zusammen etwas kochen oder draußen etwas grillen: die Möglichkeiten können gemeinsam ausgeschöpft werden. Bei schönem Wetter ist auch ein kleiner Spaziergang möglich, oder sogar ein Treffen im Grünen wenn der Aufwand nicht zu groß wäre.

Symbolisch können sogar zwei Brote gebacken und an dem Tag dargebracht werden! Wir gedenken an das Thema Erlösung und wir beten, in Solidarität, für die Nation Israel, Ihre Erlösung und vollständige Wiederherstellung. Es ist ein Tag, an welchem YHVH die Ehre geben wird! Seine Erlösung steht nah und Messias Yeshua kommt bald wieder, um Seine Braut zu empfangen.

Off. 22:20: Es spricht, der dieses bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen, komm, Herr Yeshua!