3 Tage & 3 Nächte

Unser Messias Yeshua gab es uns zu verstehen, dass Er 3 Tage und 3 Nächte im Grab sein wird, um anschließend von den Toten wieder aufzuerstehen.

Diese eigentlich so klare und direkte Aussage des Messias scheint oft entweder missverstanden oder ignoriert zu werden. Zwei ausgeprägte Fehlverständnisse hierbei sind, dass:

  • Der Herr Yeshua am Freitag gekreuzigt wurde
  • Karfreitag bis Ostersonntag 3 Tage und 3 Nächte sind

Diese falsche Lehre muss ins richtige Verständnis gerückt werden. Warum ist dies so wichtig? Seit fast 2000 Jahren irrt die Kirche in vielen heidnischen Festtagen umher. Aus den obigen zwei Punkten haben es viele heute leider falsch verstanden, dass das Osterfest in Gedenken an den Herrn Yeshua gefeiert wird. Die biblischen Feste wiederum aus dem dritten Buch Mose werden von der Gemeinde oft kaum verstanden. Dass Ostern jedoch ein uraltes, heidnisches Fest aus Babylon ist, erklärt das Buch von Alexander Hislop "Von Babylon nach Rom" bereits mehr als hervorragend. Demnach bleibt es uns hier erst mal erspart, explizit alle heidnischen Details dieses Fests aufzulisten.

In diesen letzten Zeiten sucht Gottes Volk zu Seinen Wegen zurückzukehren und bekennt vielleicht Folgendes:

Jer. 16:19: O YHVH du meine Stärke, meine Burg und meine Zuflucht am Tage der Not! Zu dir werden die Heiden von den Enden der Erde kommen und sagen: Nur Betrug haben unsre Väter ererbt, nichtige Dinge, die gar nicht helfen können!

Und in der Tat! Denn wir waren oft zu träge die kirchliche Tradition zu überprüfen, welche uns lehrte das Osterfest anstatt des Passahfestes zu feiern zu überprüfen. Der Betrug wirkt demnach umso größer, da dieses Fest oft in die gleiche Zeitspanne wie das Passah fällt. So gilt es aufzuklären, dass das Osterfest nichts mit dem Passah zu tun hat, nicht von Gott geboten wurde und dass wir zu Seinen wahren Festtagen zurückkehren sollen! Was Gottes Festtage uns zu sagen haben, möchten wir später klären. Wir schauen uns zum Anfang nun die Aussagen des Messias betreffend seiner Auferstehung an.

Matt. 12:40: Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.

Die Referenz des Messias verweist auf den Propheten Jona und die Zeitangabe über die Dauer Seines Todes und beträgt 3 Tage und 3 Nächte. Hierzu dürfen wir nicht in unseren 24 Stunden denken. Zu dem Zeitpunkt gab es keine Uhren mit Sekunden. Wichtig hierbei ist es erst mal zu merken, dass es 3 Tage und 3 Nächte sein werden. Mehr zum Konzept, wie Tage im Jüdischen sich verhielten, in Kürze. Messias weist, im gleichen Evangelium, später nochmal auf Jonas Zeichen hin:

Matt. 16:4: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona! Und er verließ sie und ging davon.

Es gilt nun zu merken, dass Messias 3 Tage und 3 Nächte im Grab sein wird!

1.2 Tage und Nächte in Israel

Tage wurden bei den Juden nach Tageslicht und Dunkelheit bestimmt (Siehe auch den Artikel "Der Biblische Kalender"). Der Teil des Tageslichts galt als "Tag" mit zwölf Stunden - aber diese Stunden richteten sich nach Teilen des Tages. Wenn Tageslicht an einem Tag vierzehn von unseren Stunden betraf, war eine Stunde in der Antike ein Zwölftel von Vierzehn. Bei zwölf Stunden wären diese mit unserer Zeitzählung deckungsgleich. Bei Nacht dann das Gleiche: je kürzer oder je länger die Nacht dauerte, fielen entsprechend die Stundenlängen aus. Dies ist das Verständnis der biblischen zwölf Stunden. Diese zwölf Stunden aber wurden jeweils dem Tag und der Nacht zugerechnet.

Ein Beispieldiagramm folgt nun zur Veranschaulichung. Die Uhrzeiten sind entsprechend unserer Zeitrechnung aufgelistet. Darüber sehen wir die in der Bibel genutzte Stundenaufteilung in Minuten. Die Stunden repräsentieren die Biblischen. Die Tabellen sollen die Verhältnisse darstellen:days hoursDie Länge der Stunden fallen unterschiedlich aus, aber die Anzahl an Tages- und Nachtstunden bleibt ausgeglichen.

Messias meinte daher 3 volle Tage und 3 volle Nächte, unabhängig davon, wie eine Nation eine Stundenlänge anwendet oder sie versteht. Dies ist aber auch unerheblich. Wir haben täglich immer nur 24 Stunden zur Verfügung, egal in welchem Format wir nun rechnen. Diese Zahl ergibt sich aus einer Erdumdrehung, welche 23,93 Stunden [aufgerundet auf 24 Stunden] ausmacht.

Anders können wir auch sagen: Messias wird 3 volle Erdumrundungen im Grab sein und anschließend auferstehen. Der Startpunkt der Zählung beginnt ab dem Zeitpunkt, als Messias ins Grab gelegt wurde. Um es zu verdeutlichen: wenn für eine Ware ein Wert von 20 Gramm Silber verlangt wird, haben wir einen fixen Wert. Nun kauft ein jeglicher zwar - ja nach Land und Region - in unter-schiedlicher Menge der jeweiligen Währung diesen Silberwert dann ein, das Silbergewicht aber bleibt unberührt.

Es gibt einige, die behaupten, dass die Juden die Tage anders hielten; z.B. dass der Abend der Grablegung schon als ein vollkommen Tag galt. Daher könnte dieser schon als ein Tag berechnet werden, usw. Dies ist nicht richtig. Die Juden maßen die Tage zwar anders, aber ein Tag in Israel bestand trotzdem auch aus Tag und Nacht!

2.1 Ostern : Karfreitag und Ostersonntag

So sind also die zwölf Stunden des Messias aus dem Johannes Evangelium zu verstehen:

Joh. 11:9: Yeshua erwiderte: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tag wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt.

Mit dieser Information schauen wir uns nun die Verhältnisse bei dem besagten Osterfest an. Wie viele Nächte und wie viele Tage haben wir von Karfreitag bis Ostersonntag? Egal wie wir rechnen und prüfen, 3dayses sind jeweils nur zwei Tage und zwei Nächte enthalten! Es ist sofort zu erkennen, dass sich keine 3 Tage und 3 Nächte vom Freitagabend (da Messias zum Abend ins Grab gelegt wurde) bis Sonntagmorgen (wo das Grab bereits leer war) ergeben können.

Dieses 'Fest' kann daher sofort als ein biblisches Fest ausgeschlossen werden. Der Tod und die Auferstehung des Messias werden uns hier schon mal nicht dokumentiert. Die Verwirrung entspringt oft auch aus einem verkehrten Verständnis dieses Verses:

Mark. 15:42: Und als es schon Abend geworden war (es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat), 43 da kam Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Yeshua.

Der Eindruck scheint hier zu entstehen, dass der Tag der Kreuzigung nun am Freitag gewesen sein muss, wenn am nächsten Tag der Sabbat war. Da die Kirche nicht mehr weiß, wie Gottes Tage sich verhalten, läuft sie in dieser Sache fehl. Fast die ganze Zeit wird in der Bibel das Wort Sabbat für den 7. Wochentag der Ruhe genutzt. Aber Gottes Feiertage sind ebenfalls Ruhetage und das Wort Sabbat wird, im 1.Testament, auch für eins Seiner Feiertagen genutzt:

3.Mo. 23:32: Ein Sabbat der Ruhe soll es für euch sein, und ihr sollt eure Seelen demütigen. Am neunten [Tag] des Monats, am Abend, sollt ihr die Feier beginnen, und sie soll währen von einem Abend bis zum anderen.

Hier geht es um den Versöhnungstag, ein sehr wichtiger Tag in Gottes Festtagen. Sinngemäß ist hier der Anfang des Verses als ein "Sabbat der Sabbate" zu verstehen - der Versöhnungstag muss aber nicht auf einen Wochensabbat fallen. Ähnlich verhält es sich mit YHVHs anderen Feiertagen. Yeshua starb zum Passah, und Seine Grablegung und Auferstehung geschah in der Passahwoche. Für ein besseres Verständnis möchten wir uns jetzt die Bestimmungen dieses Frühjahresfests anschauen.

3.1 Das Passahfest

Passah ist gemäß der Torah am 14. des ersten Monats zu halten. Der Monat Aviv ist der erste Monat des Jahres. Am Abend des 14. Aviv wird das Lamm geschlachtet (2.Mo 12:6). An genau diesem Tag starb Yeshua. Die Tage beginnen am biblischen Abend (siehe den Artikel "Wann Beginnt Ein Tag?").timeline

Wenn es am 14. Aviv Abend wird, beginnt sofort der 15. des Monats Aviv, welcher der Feiertag ist. Natürlich kann der 15.Aviv, wie jedes andere Datum, auch mal auf einen Wochensabbat fallen. In der Woche, in der Yeshua geopfert wurde, geschah dies aber nicht, was wir biblisch belegen können.

3.2 Chronologie und Ablauf der Passahwoche

Wir werden aus den vier Evangelien entscheidende Verse aufführen, um den ganzen Verlauf der Auferstehung des Herrn Yeshua gemeinsam zu verstehen. Wir fangen erst mal mit den uns vorhandenden Daten an, als würden wir das Thema von Neuem betrachten.

Wir tun jetzt erst mal so, als ob wir die jeweiligen Wochentage nicht genau kennen. Ob es nun z.B. ein Dienstag oder ein Freitag war, können wir aus dieser Ausgangsposition noch nicht ahnen. Das erste Datum aber, Passah, haben wir nun sicher als den 14. des 1.Monats [Aviv] definiert. Dies haben wir biblisch bereits bestätigt.

Wir führen nun die entsprechenden Schriftstellen auf, um die Ereignisse Schritt für Schritt zu kommentieren.

I. Joh. 18:28: Sie führten nun Yeshua von Kajaphas in das Prätorium. Es war aber noch früh. Und sie selbst betraten das Prätorium nicht, damit sie nicht unrein würden, sondern das Passah essen könnten.

K1. Dies geschah in der Früh vom 14. Aviv. Die Pharisäer wollten im Eilverfahren noch vor dem Passahbeginn am Abend die Tötung des Messias herbeiführen. Sie gingen nicht in die Behausung des römischen Befehlshabers, um sich nicht noch vor dem Fest rituell zu verunreinigen!

II. Joh. 19:17: Und er selbst trug sein Kreuz und ging hinaus nach der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt, 18 wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Yeshua aber in der Mitte.

K2. Yeshua wurde noch am selben Tag verurteilt, und die Todesstrafe wurde ebenfalls an diesem Tag vollstreckt. All dies geschah am Tag des Passahs am 14. Aviv. Noch wissen wir nicht, welcher Wochentag es war.

III. Joh. 19:28: Nach diesem, da Yeshua wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! 29 Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. 30 Als nun Yeshua den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

K3. Die römische Folterung dauerte für Gewöhnlich mehrere Tage an. Yeshua gab aber Seinen Geist in die Hände des Vaters nach ungefähr sechs Stunden.

3.3 Die Grablegung des Herrn

IV. Mark. 15:42: Und als es schon Abend geworden war (es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat), 43 da kam Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Yeshua.

Joh. 19:31: Weil es Rüsttag war — jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag —, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden.

K4. Es ist jetzt am Abend des 14. Aviv. Joseph bittet um den Leichnam des Herrn Yeshua. Wir haben bei Johannes den Vermerk, dass dieser Sabbat ein "Hoher Sabbat war". Dieser Hohe Sabbat unterscheidet sich vom wöchentlichen Sabbat, wie wir gleich im Verlauf sehen werden.*

V. Mark. 15:44: Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte; und er rief den Hauptmann herbei und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. 45 Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er Josef den Leib.

K5. Pilatus wundert sich über die Schnelligkeit des Todes, verifiziert den Tod des Messias, und gab dann den Leichnam frei. Es ist immer noch der gleiche Tag. Das Passahfest steht nun vor der Tür.

VI. Mark. 15:46: Da kaufte dieser Leinwand und nahm ihn herab, wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.

K6. Joseph ist bemüht, dem Messias ein angemessenes Begräbnis zukommen zu lassen. Das Johannes Evangelium liefert uns hierzu jetzt noch zusätzliche Details.

3.4 Spezerein für den Leib

VII. Joh. 19:39: Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Yeshua gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa 100 Pfund.
40 Sie nahmen nun den Leib Yeshua und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen.
41 Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Yeshua gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war.
42 Dorthin nun legten sie Yeshua, wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war.

K7. Hier werden uns wichtige Zusatzinformationen geboten. Joseph war nicht alleine, denn Nikodemus war helfend anwesend und brachte Spezerein für das Begräbnis. Da in Kürze am 15. der Feiertag beginnt, musste die Grablegung eilig vollzogen werden (siehe auch 5.Mo. 21:23).

3.5 Anwesenheit der Frauen

VIII. Mark. 15:47: Aber Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Joses, sahen zu, wohin er gelegt wurde.

Im Matthäus Evangelium lesen wir zu den Frauen dann wieder zusätzliche Details:

IX. Matt. 27:55: Es sahen aber dort viele Frauen von weitem zu, die Yeshua von Galiläa nachgefolgt waren und ihm gedient hatten;  56 unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, des Jakobus' und Josefs Mutter, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

K8. Hier sehen wir ein Indiz, dass die Frauen nicht alle Ereignisse vollständig mitbekommen konnten, weil sie diese aus der Ferne beobachteten. Der Ort der Grablegung war offensichtlich, aber um die Tatsache der von Nikodemus mitgebrachten Spezereien konnten sie nicht wissen. All diese Ereignisse fanden innerhalb desselben Tages statt: am 14. Aviv.

X. Matt. 27:59: Und Josef nahm den Leib, wickelte ihn in reine Leinwand
60 und legte ihn in sein neues Grab, das er im Felsen hatte aushauen lassen; und er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging davon.
61 Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die saßen dem Grab gegenüber.

Weitere Details:

XI. Lukas 23:49: Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.

50 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Josef, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann

51 und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht gebilligt. Er war aus Arimathäa, einer Stadt der Juden,

und wartete auf das Reich Gottes. 52 Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Yeshua

53 und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte.

XII. 54 Und es war Rüsttag und der Sabbat brach an.

K9. Mit dieser Information ergeben sich jetzt zwei Möglichkeiten. Wir lasen bisher noch nichts von Wochentagen, befinden uns allerdings immer noch am Datum des 14. Aviv. 'Rüsttag' bedeutet sinngemäß 'Vorbereitungstag'; in Vorbereitung auf einen Sabbat oder Ruhetag. Der Begriff Rüsttag ist hier nun der 14. Aviv.

Welcher Tag war 'Rüsttag'?

Unsere Ausgangspunkte können jetzt nur sein, dass der 15. Aviv im Kreuzigungsjahr entweder:

A: gleichzeitig auch der Wochensabbat war: also der 7.Wochentag [Samstag]

B: oder bei dem im Lukas genannten Sabbat handelte es sich um den Feiertag des 15. Aviv, und deswegen wird der Tag ein Sabbat genannt [siehe Kommentar Nr.7]. Der 15. Aviv ist unabhängig vom Wochentag, in jedem Fall immer der 1. Tag der Ungesäuerten Brote.

Nun aber erst mal weiter im Text:

XIII. Lukas 23:55: Es folgten aber die Frauen nach, die mit ihm gekommen waren aus Galiläa, und beschauten das Grab und wie sein Leib hineingelegt wurde.

XIV. 56 Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.

K10. Am 14. Aviv kehrten sie um, aber wann bereiteten die Frauen die Spezereien? Dieses klären wir im weiteren Verlauf. Der Grund ist uns klar: sie sahen das Begräbnis, konnten aber um die mitgebrachten Spezereien von Nikodemus nicht wissen! Sie beobachteten aus der Ferne.

4.1 Die Pharisäer und die Grabwache

XV. Matt. 27:62 Am nächsten Tag aber, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus.timeline 1

63 und sprachen: Herr, wir haben uns erinnert, dass jener Verführer sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen stehe ich wieder auf.
64 So befiehl nun, dass das Grab gesichert werde bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volk sagen: Er ist von den Toten auferweckt worden. Und die letzte Verführung wird schlimmer sein als die erste.
65 Pilatus sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben. Geht hin, sichert es, so gut ihr könnt!
66 Sie aber gingen hin und sicherten, nachdem sie den Stein versiegelt hatten, das Grab mit der Wache.

K11. Die Pharisäer helfen nun unwissend dabei, die Tatsache der Auferstehung zu bekräftigen. Sie erinnerten sich auch sehr gut an die Worte des Messias, dass Er 3 Tage und 3 Nächte im Grab sein wird! Durch ihre Beihilfe wird es nun klar, dass keiner an das Grab für 3 Tage und 3 Nächte ran konnte. Ihr Vorhaben Seine Auferstehung zu verhindern, trägt zu der Wahrhaftigkeit des Ereignisses bei.timeline 2

Sie fordern nun eine Wache, welche bis mindestens zum 3. Tag am Grab sein sollte. Alles was danach geschehen würde, wäre nicht von weiterem Interesse für die Pharisäer, solange innerhalb der 3 Tage nichts passieren würde.

Das bedeutet, dass die geforderte Wache bis zum 3. Tag nach der Grablegung postiert werden sollte.

4.2 Spezereien der Frauen

XVI. Lukas 23:56: Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.

K12. Die Frage, wann dies geschah, ist jetzt wichtig zu klären. Erst mal ist zu vermerken, dass die Frauen an einem Sabbat nicht gearbeitet haben. Nikodemus war ein wohlhabender Mann und hatte womöglich die benötigten Spezereien zur Verfügung. Die Frauen, einfache Leute, welche von dem ganzen Verfahren und der plötzlichen Kreuzigung überrascht wurden, mussten die Spezereien erst einmal kaufen.

XVII. Mark. 16:1: Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.

Legen wir diese obigen Verse nebeneinander, erhalten wir folgende Information:

XVIII. Lukas 23:56: Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.

Mark. 16:1: Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.

K13. Dies bedeutet, dass als sie am 14. Aviv heimkehrten, sie die Spezereien gar nicht zubereiten konnten, da sie noch nicht gekauft waren. Folglich gab es einen Sabbat, an welchem sie ruhten. Erst danach kauften sie die Spezereien. Anschließend wurden diese zubereitet, um dann noch an einem weiteren Sabbat zu ruhen! Es handelt sich nicht um zwei Wochensabbate, sondern um einen Feiertag und einen Wochensabbat.

timeline 3An einem Sabbat ruhten sie gänzlich, nach diesem kauften sie Spezereien und bereiteten diese vor, um dann wieder zu ruhen.

Die Erklärung ist jetzt ganz einfach. Am 15. Aviv konnten sie aufgrund des Festsabbats nichts machen, und der 17. Aviv ist hier der Wochensabbat.

Wäre der 15. in dem Jahr bereits der Wochensabbat gewesen, hätten sie "nach dem Gebot " (Lukas 23:56) nicht noch mal ruhen müssen. Es gibt keine Festtage des Schöpfers, bei welchem in einem solchen Rhythmus geruht werden soll. Es sei denn, ein Sabbat fällt dazwischen, wie in diesem Fall und wie es öfters während der Festtage passiert.

Der Tag des Kaufs und des Vorbereitens ist nun der 16. Aviv. Das Kaufen und Zubereiten, plus die gewöhnlichen Vorbereitungen des Wochensabbats, dauern den ganzen Tag. An diesem Tag schaffen sie es nicht mehr zum Grab, um die fertiggestellten Spezereien an den Leichnam zu bringen. Nun zum Abend des 16. ruhen sie wieder. Es begann jetzt der 7. Wochentag. Sie sind aber weiter bestrebt, die Spezerein so schnell wie möglich anzubringen.

5.1 Die Auferstehung des Herrn

Wir bekommen jetzt die erste Angabe zu einem Wochentag in dem Bericht, welches unser bisheriges Verständnis bestätigt:

XIX. Joh. 20:1: Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, dass der Stein von dem Grab hinweggenommen war.

Matt. 28:1: Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.

K14. So wissen wir nun, dass die Frauen am Sonntag am Grab waren. Aber schauen wir mal in die obigen Abbildungen um zu sehen, wie viel Zeit bereits vergangen war! So früh es nur ging waren die Frauen nach dem Wochensabbat zum ersten Mal seit der Beisetzung wieder am Grab, um den Leichnam des Messias einzubalsamieren. Wenn sie sich nicht beeilten, würde mit dem 4.Tag die Verwesung einsetzen (Joh. 11:39). Die Wache, welche von Pilatus durch die Pharisäer gefordert wurde war zu diesem Zeitpunkt noch auf ihrem Posten!

XX. Matt. 28:2: Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf.
3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.
4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot.
5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Yeshua, den Gekreuzigten, sucht.
6 Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat!timeline 4

3 Tage und 3 Nächte!

drei tage drei naechteDies ist jetzt der 3.Tag nach der Grablegung.
Yeshua war aber nicht mehr da, sondern bereits auferstanden! Wir sehen in dieser linearen Abbildung, wie die Tage sich im Kreuzigungsjahr verhielten.

Auch sind jetzt die entsprechenden Wochentage vermerkt, da wir diese jetzt wissen. Messias sprach bei den 3 Tagen und 3 Nächten von unseren 72 Stunden, denn wie es bereits oben erläutert wurde, spielt es keine Rolle, in welchen Einheiten wir die Zeit bemessen. Die Dauer der selbigen Zeit bleibt weltweit gleich.

Zusammenfassung

Wir listen noch mal die Ereignisse in der Reihenfolge auf:

  • Yeshua wurde am 14. Aviv abends ins Grab gelegt
  • Die Pharisäer treten vor Pilatus am 15. Aviv und fordern die Wache bis zum 17. Aviv
  • Erst am 16. Aviv können die Frauen die Spezereien zubereiten
  • Am 17. Aviv ist der Wochensabbat, an welchem geruht wurde
  • Am 18. Aviv ist es Sonntag. In der Früh waren sie erst am Grab
  • Am Sonntagfrüh war Yeshua aber bereits auferstanden
  • Das ergibt dann vom 14. bis zum 17. Aviv 3 Tage und 3 Nächte, wie Yeshua es voraussagte!

Alle benötigten Informationen stehen uns nun zur Verfügung, um zur rechten Zeit die Feste des Herrn zu feiern. Die Zeit der Vorbereitung und Nachfolge ist heute. Chagim Smichim! (Frohe Festtage!)

VERMERK

*Hier geht es um die Bezeichnung eines großen Sabbats. Dies wird sprachlich angedeutet durch den Vermerk "megale hemera" im griechischen Urtext. Eine ähnliche Bezeichnung haben wir in Johannes 7:37. Dort handelt es sich um den Feiertag des Laubhüttenfestes, welcher auch mit einem "großen Tag" beschrieben wird. Die Unterscheidung die wir zu verdeutlichen versuchen, ist dass es sich um ein Ruhetag eines Festtages handelt und nicht den wöchentlichen Sabbat.