Kommentar Festtage

Sind die Festtage die der Juden?

SABBAT

Der Sabbat wurde von dem Schöpfer Selbst eingeführt. Das erste Mal wo der Sabbat als Ruhetag erwähnt wird, ist direkt nach der Schöpfung (2.Mo 2:3). Der Sabbat kam daher als ein Resultat des vollendeten Werkes des Schöpfers. Der Sabbat ist somit ein Zeugnis für Gottes Schöpfung. In den ersten sechs Tagen der Zeitzählung wie wir es kennen, war Gott am Werken. Dann ruhte Er am siebten Tag. Diese Tatsache alleine reicht aus, um zu beweisen, dass der Sabbattag sich nie ändern kann, wie einige es heute behaupten. (Siehe weitere Artikel zu den Biblischen Festtage)

Wenn der Sabbat sich also geändert haben sollte auf den Sonntag - welcher der erste Tag der Woche ist - stellt sich die Frage, nach welcher Logik diese Änderung geschehen soll. Vor allem, wer hat diese Änderung bewilligt? Gott war am ersten Tag nicht am Ruhen, sondern am Werken. Daher kann sich der Sabbat - welches ja der Ruhetag Gottes, nach sechs Tagen Arbeit darstellt, unmöglich auf einen anderen Tag verlegen. Dass sich der Sabbat geändert haben soll, steht des weiten nicht in einem einzigen Vers in der ganzen Schrift. Eine weitere Frage die sich daher stellt ist, wo die Autorität der Sonntagsheiligung herkam und weswegen so viele Anhänger des Glaubens, diesen Tag für den geheiligten erachten?

Apostelgeschichte 20:7 und 1.Korinther 16:1 sind oft und gern genutzte Verse um eine "Änderung" des Sabbats belegen zu wollen (siehe dazu auch gerne unsere Videoserie "Neues Testament im Kontext"). Dieser tragische Fehler ist jedoch sehr leicht zu wiederlegen. Selbst wenn Griechisch-Kenntnisse fehlen (siehe als Referenz den Artikel "Bibelversionen"), um ein Manuskript selbst zu untersuchen, belegen unzählige Konkordanzen von Heute, dass das Wort hinter dem sogenannten "ersten Tag der Woche" im originalen Sabbat aussagt.

So sind jene Verse, welche vermeidlich beweisen sollen, dass der Sabbat geändert ist, in Wirklichkeit, starke Belege dafür, dass die Apostel und die Urgemeinde sich am Sabbat zu treffen pflegten.(Siehe dazu auch unsere Video-Serie "Neues Testament im Kontext").

Yeshuas Gewohnheit war es am Sabbat in die Synagoge zu gehen (Luk 4:16). Mehrere Male lesen wir, wie Yeshua am Sabbat heilte, sich unterredete und sich versammelte. Sollten wir als Seine Nachfolger es nicht ebenfalls tun, wo doch auch Seine Apostel nach Seinem Beispiel handelten? (Apg 13:14, 17:2). So zu wandeln, wie der Messias es tat, ist nach Gottes Wort die Anforderung an uns.

Festtage der Juden?

Im 3.Buch Mose 23:2 spricht der Schöpfer, der Gott Israels von Seinen Festen, welche die Gemeinde halten sollen:

1 Und YHVH redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste YHVH, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste:

Merken wir den Unterschied? Es waren noch nie die Festtage von Israel oder vom Haus Judah gewesen (die Juden - siehe dazu die Videoserie "Wer ist Gottes Volk?") Woher hätte Israel die Feste denn auch hernehmen wollen? Die Feste spiegeln den Erlösungsplan des Schöpfers wieder. Wer erst einmal diese Feste studiert und sie gefeiert hat, erkennt den Wunderbaren Ratschluss Gottes und Seine unerschöpfliche Weisheit, in Seinem Handeln. Es ist daher doch traurig, dass so viele welche den Messias bekennen, in "Festtagen" wie Weihnachten und Ostern verzettelt sind. Mit nur ein wenig Recherche, kann man bestätigen, dass diese von Zeiten her schon immer babylonische, heidnische Feste gewesen sind und sich auch nie geändert haben. Nirgendswo gebietet uns Gott fremde Feste, welche nicht Seine sind, nachzuahmen.

Pesach

Pesach wurde zum ersten Mal von Israel in Ägypten gehalten. Das Lamm, welches 4 Tage lang auf Fehl inspiziert wurde, versinnbildlichte Yeshua, das Lamm Gottes, Welcher als Mensch kam um sich sündlos als Opfer vor Gott aufzugeben, damit wir, die an Ihm glauben, das ewige Leben bekommen. HalleluYAH! Der Tag des Pesach ist am 14. des 1. hebräischen Monats und ist der Tag, an welchem sich Yeshua, Tausende Jahre später, auch hingab.

Ungesäuerte Brote

Innerhalb der Pesachwoche, genannt die 7 Tage der Ungesäuerten Brote, wird an dem 1.Tag der Woche, direkt nach dem Sabbat, dem Tag der Erstlinge gedacht. An diesem Tag brachte Israel in der Antike eine Garbe der Feldfrucht dar, damit der Priester diese vor Gott webte. Nach dem dies geschah, durfte Israel nun von der Ernte essen. Dieser Tag findet seine Erfüllung in Yeshua, der Sich an diesem Tag vor dem Vater nach Seiner Auferstehung präsentierte (Joh 20:17).

Die Tage der Ungesäuerte Brote deuten an sich, auf die Tage nach dem Passahlamm, in denen Israel nun bestrebt ist in der Beziehung des Messias "sündenfrei" zu sein (Sauerteig versinnbildlicht die Sünde). Natürlich ist nicht gemeint, dass das Volk Gottes sieben Tage im Jahr sündenfrei wandelt und in dem Rest der Zeit gesetzlos leben wird. Die 7 Tage repräsentieren das gesamte Zeitalter, welche die Menschheit haben wird: 6000 Jahre Menschenzeit und 1000 Jahre Regentschaft des Messias als König in Jerusalem. Gemeint ist also, dass durch das Zeitalter die errungene Erlösung des Passahlamms, das Volk Gottes befähigen wird, heilig zu wandeln. Die Spätjahresfeste sind noch Ausblicke, auf das was der Messias bei Seiner Wiederkunft vollbringen wird.

Spätjahresfeste

Das Posaunenstoßenfest kündigt das Kommen des Königs an, um Seine Braut zu holen, die Er nun seit Seinem Kommen auf Erden her bereitet hat. Tag der Versöhnung ist der Tag, wo Er die Braut von jeglicher Sünde reinigt und das Laubhüttenfest symbolisiert die 7-Tägige Hochzeit, welche der Bräutigam nun mit Seiner Braut feiert. Der 8. Tag des Laubhüttenfestes ist ein heiliger Feiertag, aber an diesem Tag ist das Wohnen in Hütten vollendet. Dieser kündigt den 8.Tag an - die Ewigkeit - in dem die Menschen nun ihre Zelte abgebrochen haben, um verherrlicht in die Ewigkeit zu gehen. Dies ist nur ein kleiner Ausblick auf die Weisheiten und Tiefen welche gefunden werden, in den Festtagen des Schöpfers. Wann fängst du an, sie zu feiern?

Verse in Frage

In Johannes 5:1 steht "Danach war ein Fest der Juden, und Yeshua zog hinauf nach Jerusalem". Solche Verse haben einige zum Anlass genommen, um beweisen zu wollen, dass die Festtage aus der Torah in der Tat rein jüdische Feste waren: Feste, die wirklich nur den jüdisch-stammenden Menschen vorbehalten waren und sind. Alle Versuche, diese nun halten zu wollen, wiederspräche der Lehre des Neuen Testaments - wie dieser Vers nun ausdrücklich beweist. Die Erklärung dieser Formulierung ist aber dabei sehr einfach. Der Apostel Johannes war ein israelitischer Mann, der seit Kind auf, die Feste Gottes feierte. Die Tür der Erlösung wurde aber erst 9-10 Jahre nach der Auferstehung den Heiden "offiziell" geöffnet, (Apg 10:28, 45, Apg 15:7-9) welche bis zu diesem Zeitpunkt nichts von den Satzungen der Torah und des Schöpfers wussten oder verstanden (Eph 2:12).

Das Johannesevangelium ist ein Augenzeugenbericht des Apostels und bestätigt das Wirken des Messias Yeshua. Wenn Johannes Bericht nun an eine Leserschaft einer anderen Nation gerichtet war, oder an Juden in der Zerstreuung, die alle Verbindungen zu ihren Wurzeln verloren haben, musste er sein Berichterstattung mit einer solchen Bemerkung versehen, um erklären zu können, wie Yeshua, der Torah folgsam (5 Mo 16:16), nach Jerusalem hochzog. 3.Mose 23: 1 Und YHVH redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste YHVH, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste: Amen und viel Freude an den Festtagen!